Alternative Moderne: „Afrika“ in der Kompositionskultur des 20. Jahrhunderts

Zentrum für Literatur und Kulturforschung, Berlin, Deutschland

Im Zuge der weltweiten wirtschaftlichen und medialen Vernetzung avanciert die Musik im 20. Jahrhundert zum Gegenstand einer durch die Überschreitung topographischer und kultureller Grenzen gekennzeichneten Globalgeschichte. Durch das Bewusstsein, in einer ökonomisch und sozial zusammenrückenden Welt zu leben, unterscheidet sich auch das Komponieren im 20. Jahrhundert signifikant vom „Exotismus“ früherer Epochen. Diese historiographisch bislang vernachlässigte Konstellation soll exemplarisch anhand des höchst unterschiedlichen Eintretens des afrikanischen Kontinents in das Bewusstsein zweier bedeutender Komponisten des 20. Jahrhunderts – Alexander Zemlinsky und Steve Reich – verdeutlicht werden. Die Erstellung des Manuskripts wird unterstützt von der Ernst von Siemens Musikstiftung.

Mai 2013

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www.zfl-berlin.org