© Galina Ustwolskaja

 

Ustwolskaja – radikal, mystisch, unbequem

Föreningen Kammarmusik, Stockholm, Schweden


Galina Ustwolskaja ist die womöglich einzigartigste und bedeutendste Stimme der sowjetischen Musikavantgarde. Inmitten eines totalitären, repressiven Staats schuf sie Werke mit einer zutiefst persönlichen und kompromisslosen musikalischen Sprache, betont religiösen Inhalten und symbolistischen Zügen.

Obwohl ihre Stücke seit den 1980ern in Europa immer häufiger gespielt wurden, drangen sie kaum in die skandinavische Musikszene vor. Föreningen Kammarmusik produziert und präsentiert ein zweiteiliges Projekt, um ihr Werk bekannt zu machen.

Der erste Teil besteht aus Workshops und einer Neuproduktion für Kinder von 12 bis 15 Jahren. Ustwolskajas Zweite Sinfonie flankieren im Konzert Texte von Anna Achmatowa und Swetlana Alexijewitsch – Worte, die Ustwolskajas Musik im Spannungsfeld von Totalitarismus, Zensur und Redefreiheit verorten.

Im zweiten Projektteil werden vier von Ustwolskajas reifen Sinfonien aufgeführt (Nr. 2-5), drei von ihnen sind schwedische Erstaufführungen. Zusätzlich gibt es eine Lesung von Texten von Herta Müller über die Arbeit von Künstlern und Künstlerinnen in der Sowjetära.

 

31. Januar, 1. und 2. Februar 2022
Eskilstuna, Schweden

5. Februar 2022
Folkoperan, Stockholm, Schweden

Weitere Informationen:
kammarmusiknu.com